Hélène Grimaud in der Elbphilharmonie

Auftraggeber:

Elbphilharmonie und Laeiszhallen Betreibsgesellschaft

PM Dienstleistung:

Auf- Abbau und Betreuung der Beschallung

Am Samstag, den 08. April 2017, konnten die Besucher der Hamburger Elbphilharmonie ein ganz besonderes Projekt im Großen Saal bestaunen. Die französische Pianistin Hélène Grimaud spielte ein einstündiges Klavierkonzert. Hinter dem Flügel wurden auf einer großen LED-Leinwand Naturfotografien der Serie „Woodlands” im Großformat gezeigt, die von ihrem Lebensgefährten und Fotografen Mat Hennek geschossen wurden. In schillernden Farben waren neben atemberaubenden Luftaufnahmen und hell erleuchteten Wäldern auch bewegte Wasseroberflächen und sogar Wölfe Teil der Darbietung. Zu den Tieren pflegt die Pianistin eine ganz besondere Beziehung.

Mit ihrem sinn- und dimensionsübergreifenden Musikprojekt wollte Grimaud einen offenen Raum zur Entfaltung der Vorstellungskraft und Fantasie ihres Publikums schaffen. Besonders wichtig war ihr dabei die Nähe zur Natur. In einem Interview sagte sie selbst darüber: „Natur ist der Ursprung von allem. Wir erfinden nichts, wir empfinden nur nach und entdecken, was schon immer da war. Für mich ist es besonders spannend, wenn ich lese, wie viele Komponisten sich von Waldspaziergängen inspirieren ließen. Die Natur ist für mich der Beweis für das Spirituelle. Und die Musik bildet die Brücke dahin. Es erscheint mir also absolut logisch, diese beiden Ebenen zu verbinden, um eine spezielle, räumliche Atmosphäre zu kreieren, die die Zuhörer auf einer mehrdimensionalen Ebene anspricht.“

Doch während des Konzertes konnten die Besucher der Elbphilharmonie sich nicht nur an optischen Eindrücken ergötzen, ihnen wurde auch musikalisch einiges geboten, das die Bilder harmonisch untermalte. Dank der Stücke romantischer und impressionistischer Komponisten des 18. Und 20. Jahrhunderts, wie Claude Debussy und Maurice Ravel, entstand eine räumliche, stimmungsvolle Atmosphäre. Zeitweise machte es den Anschein, als tropfe wirklich Wasser von der Decke in den Zuschauerraum. Im Großen und Ganzen war es definitiv ein gelungener Abend mit eingängigen Klavierklängen und faszinierenden Naturaufnahmen.

Foto: ©Claudia Höhne - Hélène Grimaud in der Elbphilharmonie

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