Simone Kermes - Elbphilharmonie

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Pro Musica

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Star-Sopranistin Simone Kermes hat mit dem gefeierten Programm „Love” ihr Debüt in der Hamburger Elbphilharmonie gegeben. Hauptthema des Abends waren Barock- und Renaissance-Arien von Komponisten wie Purcell, Monteverdi und Vivaldi über die Liebe. Die Klassik-Echo-Preisträgerin konnte ihre Zuschauer aber vor allem durch ihre Zugaben zum Mitsingen und Mitklatschen begeistern. Es war ein Konzertabend zwischen Klassik und Pop. Passend zur Liebe eroberte Kermes die Herzen von rund 2.000 Zuschauern.

Für ihr Publikum kam dieses Konzert einem kleinen Kulturschock gleich. Mit emotionsgeladenen Arien, drei verschiedenen Outfits und ihren Tänzern hat Simone Kermes ihren Zuschauern viele bunte Eindrücke beschert. Zwei italienische Jungs in Pluderhosen tanzten eine szenisch auf die Musik abgestimmte Choreographie. Sie schlugen Purzelbäume, umschwärmten die Sopranistin und vollführten tollkühne Sprünge, passend zur Musik. Ihre Darbietung lag irgendwo zwischen Breakdance, Akrobatik und Ausdruckstanz.

Auch wenn bei Kermes nicht jede Koloratur sauber saß, zeigte sie starke Leistungen an diesem Abend. Vor allem bei einer Arie von Riccardo Broschi wurde deutlich, wie sehr sie sich auf der Bühne wohlfühlt. Ihre Stimme füllte den Großen Saal der Elbphilharmonie komplett bis zur Decke aus. Die begeisterten Zuschauer wurden mit einem unglaublich hohen Ton in die Pause entlassen. So möchte man eine Sopranistin hören und sehen.

Am Ende fragte sie ganz schelmisch, ob ihr Publikum noch etwas von Bach hören wolle. Dabei hatte sie allerdings keineswegs Johann Sebastian Bach im Sinn: Zur Überraschung aller stimmte sie Helene Fischers „Atemlos” an - ein von Kristina Bach getextetes Lied. Bei ihrer letzten von insgesamt fünf Zugaben, „Sag mir wo die Blumen sind”, hielten sich 2.000 zum Teil wildfremde Menschen an den Händen und sangen gemeinsam mit. Auch später, in der U-Bahn-Station konnte man dieses Lied noch nachklingen hören. Es war also ein Konzertabend mit Nachhall, an dem Simone Kermes ihren Zuschauern bewies, dass sie es draufhat und zudem Humor besitzt.

Foto: ©Claudia Höhne - Simone Kermes - Elbphilharmonie

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